Pressespiegel
Auf den folgenden Seiten finden Sie
ausgewählte größere Presseartikel, die über die reine Nachricht
hinausgehen
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim vom 23.03.2011
Feuerwehreinsatz auf dem
Schulhof am Alten Hafen
Parchimer Wehr nicht nur zuverlässiger Helfer in der Not, sondern auch in
Sachen Brandschutzerziehung
 Die
Parchimer Wehr ist nicht nur zuverlässiger Helfer in der Not, sondern
auch in Sachen Brandschutzerziehung: Drei Tage lang waren Kameraden
jetzt zum Beispiel in der Förderschule zur Individuellen
Lebensbewältigung als Gastlehrer zu Besuch, um den Kindern und
Jugendlichen Kenntnisse rund um das Thema zu vermitteln. Nachdem
Kameradin Sabine Sommerfeld im Unterricht viele wichtige Dinge mit den
Schülern besprochen hatte, gab es zum krönenden Abschluss eine kleine
Technikvorführung auf dem Schulhof. Die Feuerwehrmänner demonstrierten,
wie gut sie für alle Fälle gerüstet sind, und luden die Kinder
anschließend sogar ein, ins Einsatzfahrzeug einzusteigen und eine kleine
Ehrenrunde durch die Stadt mitzufahren. Besonders freute sich Tom
Schmidt (10), „seinen“ Herrn Sauerbaum bei sich in der Schule zu
treffen: Tom besucht gerade einen Schnupperkurs bei der Parchimer
Jugendwehr, dessen Wart Karl-Heinz Sauerbaum ist. Auch für Lukas Böhnke
waren diese Schulstunden „richtig gut“, wie er mit strahlenden Augen
berichtet. Der Neunjährige stand noch ganz unter dem Eindruck eines
Buches mit dem Titel „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“, das seine
Lehrerin mit in die Klasse gebracht hatte. Hannes Hüttner und Gerhardt
Lahr beschreiben darin so witzig und kompetent die Arbeit der Feuerwehr,
dass dieses Buch seit seinem Erscheinen im Jahr 1969 (!) immer wieder
von neuen Kindergenerationen entdeckt wird. Für die Schule zur
individuellen Lebensbewältigung war das Angebot der Kreisstadtwehr, zu
einer kleinen Brandschutzschulung an den Alten Hafen zu kommen, eine
willkommene Sache: „Auf diese Weise konnten wir unseren Unterricht noch
ganzheitlicher und anschaulicher gestalten“, unterstreicht Schulleiterin
Anett Pradel dankbar. Besonders gefiel ihr, dass die Feuerwehrleute so
viel Zeit mitbrachten, um sich wirklich allen Klassen widmen zu können.
Jetzt möchten die Schüler der Schule Am Alten Hafen ihre Kenntnisse noch
weiter vertiefen. Angedacht ist zum Beispiel ein Besuch im Gerätehaus
auf dem Sassenhagen, wo der gesamte Fuhr- und Technikpark zur Bekämpfung
von Flammen und zur Rettung von Leben, Hab und Gut untergebracht ist.
chgr
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim vom 28.01.2011
Strenger Winter forderte
Kameraden
Parchimer Feuerwehr rückte 2010 insgesamt 148 Mal aus
/ Bürgermeister dankt Truppe auf Jahreshauptversammlung
Wie
gewohnt blieb Parchims Wehrleiter Bernd Schröder auf dem ersten Dienstabend
seiner Truppe im neuen Jahr kurz und bündig, als er die Kameradinnen und
Kameraden aus der Kreisstadt auf die nächsten Monate einschwor. In knapp 50
Minuten war der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung beendet,
einschließlich der Beförderung von Sabine Sommerfeld, Franziska Schleinitz,
Steffen Hoop, David Poschmann, Sven Klinner und Robert Schulz zum
Oberfeuerwehrmann sowie des Grußwortes von Bürgermeister Bernd Rolly.
Letzterer lobte die Männer und Frauen für die geleistete Einsatzbereitschaft
im vergangenen Jahr, zollte der wiederum erfolgreichen Wettkampftruppe
(Parchim holte sich den Kreismeistertitel) seinen Respekt und schloss in
seinen Dank auch alle Lebensabschnitts-BegleiterInnen
der Kameradinnen und Kameraden ein, die ihre Partner stets für diese
verantwortungsvolle Sache „freistellen“ würden.
Zuvor bescheinigte Wehrchef Bernd Schröder seinen Leuten eine hervorragende
Arbeit und ein hohes Ausbildungsniveau. Nicht zuletzt glänzte die Wehr mit
über 50 aktiven Einsatzkräften, 20 Mitgliedern der Ehrenabteilung sowie 24
Kindern und Jugendlichen in der Nachwuchswehr auch als Einheit, als es darum
ging, für Parchim als alte neue Kreisstadt Sympathiepunkte zu sammeln: „Es
ist schön zu sehen, dass sich der Einsatz aller engagierten Bürgerinnen und
Bürger des Landkreises und der Stadt Parchim für ihre Kreisstadt gelohnt
hat“, so Schröder.
Die gestiegene Anzahl der Einsätze 2010 im Vergleich zum Vorjahr führte
Bernd Schröder auf den strengen Winter zurück. Dafür stehen allein 16
Einsätze von Ende Januar bis in die zweite Februarwoche 2010. Insgesamt
mussten Parchims Kameraden vom 1. Januar bis 31. Dezember 64 Brände löschen
und 43 Mal technische Hilfe leisten. Außerdem wurden sie zu acht
Verkehrsunfällen gerufen. Im Dienstbuch vermerkt sind drei
Gefahrguteinsätze, vier Übungen, 22 Fehlalarme und vier Sicherungseinsätze,
wie SVZ bereits zum Jahreswechsel berichten konnte. Alles in allem waren die
Aktiven der Kreisstadtwehr im vergangenen Jahr ca. 2877 Stunden auf den
Beinen. Hinzu kommen noch 75 Ausbildungsdienste sowie harte Trainingsstunden
der Wettkampftruppe. Über zehn ganze Stunden zog sich der größte und
anstrengendste Einsatz im Jahr 2010 hin, an einem Freitag, den 13. im
August: Auf der A 24 brannte ein Lastzug, voll beladen mit 20 Tonnen Stroh,
lichterloh. In dieser Extremsituation offenbarte sich aber auch, dass so
manch junger Kamerad in Punkto Leistungs- und Durchhaltevermögen noch
einiges von den alten Hasen lernen könne.
Obwohl sich die freiwillige Wehr in der Kreisstadt im 117. Jahr ihres
Bestehens (noch) auf einen relativ stabilen Personalstamm stützen kann,
verhehlt Bernd Schröder nicht, dass es „auf Grund des demographischen
Wandels immer schwieriger wird, Leute für den Feuerwehrdienst zu finden und
zu begeistern.“ Zumal auf Grund der wachsenden Aufgabenstellung und der
Entwicklung der Technik auch die Eintrittskriterien höher geschraubt werden
müssen. Der Wehrleiter weiter: „Es nutzt uns auch nichts, wenn wir uns die
Kräfte heranziehen und ausbilden und sie auf Grund von Arbeit in die alten
Bundesländer abwandern. Den jungen Leuten muss hier eine Perspektive geboten
werden, damit wir alle davon profitieren können.“ Seiner Meinung nach sei
ebenfalls zu hinterfragen, welche Möglichkeiten bestehen, um junge Männer
und Frauen aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung und aus anderen
Einrichtungen des öffentliches Dienstes für das Ehrenamt Feuerwehr zu
gewinnen. Hier sieht Schröder das Potenzial noch nicht ausgeschöpft.
Christiane Großmann
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folgende Kameraden wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert:
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Steffen Hoop
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Franziska Schleinitz
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David Poschmann
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Sven Klinner
-
SabineSommerfeld
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Robert Schulz
Foto: Christiane Großmann (SVZ) |

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